1 Jahr und 3 Wochen

Inzwischen sind wir mittendrin in der Krippeneingewöhnung und unsere Tochter macht das erwartungsgemäß ziemlich gut 🙂 . Sie freut sich über so viele neue Gesichter und das neue Spielzeug. Das Schlafen dort hat bisher auch problemlos geklappt.

Oft ist sie schon zu beschäftigt, um sich zu verabschieden und beim Abholen ist es auch nicht gleich ihr erstes Bedürfnis, zu meiner Frau auf den Arm zu gehen.

Sie wird gerade immer fröhlicher, vor allem, wenn wir alle beide zu Hause sind.

Auf der Straße und dem Spielplatz werden alle Passanten angekreischt, angelacht und es wird fleißig gewunken. Das ist so süß!

Ansonsten läuft sie viel am Sofa, am Wohzimmertisch und anderen Möbeln hin und her, zwischen dem Tisch und dem Sofa wechselt sie auch immer wieder. Sie wird immer mutiger, mal kurz los zu lassen. Ich bin gespannt, wann sie die ersten Schritte alleine machen wird.

Von den übrigen Einschränkungen vom Rheumaschub merkt man nicht mehr viel. Ich habe den Eindruck, dass das Knie deutlich besser geworden ist.

Wir gehen weiterhin einmal die Woche zur Physio.

Was mich ziemlich belastet ist, dass ich innerlich ziemlich schnell wieder an Rheuma denke, wenn unsere Tochter aus unerklärlichem Grund weint oder ohne irgendwelche anderen Symptome Fieber hat. Das kam inzwischen ein paar Mal vor und beim letzten Mal war sie, obwohl die Temperatur gar nicht so hoch war extrem schlapp, so habe ich sie seit Januar nicht mehr gesehen. Sie lag total apathisch in meinem Arm und ich war voller Sorge.

Ich kann das einfach nicht abschalten. Ich wünsche mir einfach so sehr, dass sie sowas nie wieder erleben muss. Und ich ehrlich gesagt auch nicht. Dieser KH–Aufenthalt vom Januar steckt mir wohl doch noch extrem in den Knochen.

Aber jetzt noch etwas schönes: wir haben unser Präsentkörbchen tatsächlich zu den Hebammen gebracht, bzw. unsere Tochter hat es auf ihrem Lauflernwagen in den Kreißsaal geschoben :D. Die Hebammen haben sie wie verrückt gefreut und ein Foto davon über ihre WA-Gruppe verteilt und obwohl das Körbchen wirklich sehr großzügig von uns bestückt war, war vom Inhalt nach 2 Tagen wohl quasi nichts mehr übrig. Also haben wir anscheinend alles richtig gemacht.

Ansonsten neigt sich bei meiner Frau die Elternzeit langsam dem Ende zu. In der letzten Septemberwoche muss sie wieder arbeiten gehen.

Ich werde im Oktober noch ein paar Überstunden aus meinem Mutterschutz und der Elternzeit abfeiern und dann ab November offiziell auf 30 Stunden verkürzen.

D.h. ich werde jetzt noch den reslichen August und September mehr oder weniger 40 Stunden die Woche arbeiten und ab Oktober 5×6 Stunden. Dann kann ich auch wenn meine Frau wieder außerhalb arbeiten sollte unsere Tochter morgens in die KiTa bringen und nachmittags abholen, ohne dass es in Stress ausarten muss. Auch wenn mir das in Hinblick auf meine Rente usw. Bauchweh bereitet freue ich mich auf wieder mehr Zeit mit unserer Kleinen. Sie vermisst mich zur Zeit schon auch sehr. Sie lässt mich ungern gehen und freut sich extrem, wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme.

Unsere Nächte sind ziemlich durchwachsen. Wir waren nachdem wir die Milch nachts verdünnt hatten eine kurze Zeit davon weg, dass sie nachts wegen Hunger wach wurde und wir hatten einige Nächte, wo sie nur noch zweimal etwas zu trinken brauchte und schnell weitergeschlafen hat. Dann fing es an, dass sie sich im Schlaf kreuz und quer durchs Bett bewegt hat und immer wieder weinte und wach wurde, weil sie sich in eine unmögliche Position gebracht hatte, aus der sie nicht mehr herausfand, oder sie hatte sich gleich im Schlaf hingesetzt. Da hatten wir so einige Nächte, da war das annähernd stündlich der Grund, dass wir aufstehen und zu ihr ins Zimmer gehen mussten.

Seit ein paar Tagen haben wir unser Stillkissen mit in ihr Bett gelegt, um es zu „verkleinern“. Das hat jetzt geholfen, dass sie nicht mehr kreuz und quer im Bett herumwandert. D.h. sie liegt eigentlich nur noch mit dem Kopf in die Richtung, wie wir sie abends ins Bett gebracht haben. Aber sie setzt sich immer mal wieder auf.

Dafür hat sie jetzt nachts wieder mehr Hunger. Aber nichts nur nachts. Sie isst seit dem Wochenende nahezu ständig.

Außerdem braucht sie nachts gerade wohl manchmal Mama. Ich habe in den meisten der letzten Nächte 30-45 Minuten damit zugebracht, dass sie auf meinem Bauch geschlafen hat und bei jeden Versuch sie wieder ins Bett zu legen, wurde sie wieder wach und hat geweint.

Morgens versuche ich immer schon weg zu sein, bevor sie (meist so gegen 7/7.30 Uhr) aufwacht. Dann fällt das Verabschieden am Morgen schon mal weg und ich bin gleichzeitig früh im Büro.

52 Wochen mit der little Miss

Morgen ist ihr erster Geburtstag 🙂 .

Wir haben gerade Kirsch-Banane Muffins dafür gebacken.

Inzwischen haben wir die Impfung gut überstanden, bzw. anscheinend kann es bei MMR und Windpocken sein, dass erst 5 bis 7 Tage nach der Impfung Fieber kommt, da sind wir noch nicht. Das sollte dann aber auch nach ihrem Geburtstag liegen. Die little Miss hat wohl kurz geweint und danach gleich wieder die Ärztin angestrahlt.

Zwischenzeitlich gab es am Dienstag noch einen großen Schreckmoment, als meine Frau mich in der Arbeit anrief. Im Hintergrund schrie die little Miss so sehr, dass meine Kollegin, die ein paar Meter von mir entfernt saß schon wusste, dass irgendwas passiert sein musste. Die beiden hatten sich mit heißem Wasser jeweils eine Hand verbrüht.

Ich habe alles stehen und liegen lassen und bin losgefahren, habe die beiden eingepackt und wir sind schnell zur Kinderärztin gefahren. Die hat gleich meine beiden Schätze versorgt. Unsere Kleine hatte sich wieder beruhigt, nachdem die Ärztin ihre Hand verbunden hatte. Wir haben ihr zwar am Dienstag noch mal Schmerzmittel gegeben, aber ab Mittwoch nicht mehr. Sie hat die Hand weder geschont noch sonst den Eindruck erweckt Schmerzen zu haben. Meine Frau hingegen hatte irrsinnige Schmerzen. Also ist kurzerhand die Oma eingeflogen und hat zwei Tage geholfen die kleine Maus zu versorgen, weil das sonst ohne mich nicht gegangen wäre und ich musste arbeiten.

Freitag war eh mein planmäßig freier Tag, also hat das gepasst.

Heute ist unsere little Miss dann das erste Mal mit dem Lauflernwagen durch die Gegend gelaufen. Oh das ist so süß. Zum Dahinschmelzen. Wahnsinn, was in dem Jahr so alles passiert ist und was sie schon alles gelernt hat.

Morgen habe ich noch mal frei und wir werden unter anderem in unser Entbindungskrankenhaus fahren und einen großen Präsentkorb als Dankeschön dalassen (irgendwie haben wir das nach der Geburt total verpennt). Der hat die Form eines Kinderwagenoberteils und ist aus zwei Windelkartons selbst gebastelt:

Wir schwelgen gerade viel in Erinnerung an die Tage vor einem Jahr und sind einfach nur glücklich über unser kleines mobiles Mädel, das zunehmend seinen eigenen Willen entwickelt. Wir sind sehr gespannt auf alles, was noch kommt, jetzt als nächstes erst mal auf das Laufen lernen und die Eingewöhnung in der Krippe 🙂 .

51 Wochen mit der little Miss

Wahnsinn, in gut einer Woche feiert die Miss ihren ersten Geburtstag!

Bei uns ist seit dem letzten Post schon wieder einiges passiert. Das Ibuprofen konnten wir erfolgreich absetzen 🙂 . Von der Küche haben wir die Oberschränke so gut wie fertig und warten darauf, dass am Mittwoch ein Küchenschreiner kommt, der uns Angebote für eine neue Arbeitsplatte sowie Scharniere und einen neuen Dunstabzug macht.

Wir waren im Urlaub mit Oma und Opa und dem Patenonkel und seiner Freundin an der Nordsee. Der Urlaub war super und es ist eine enorme Entlastung, wenn sich das Kümmern um die Kleine mal eine Weile auf so viele Menschen verteilt. Im Urlaub hat sie auch angefangen sich ins Stehen hoch zu ziehen und aktuell steht sie sehr viel. Mittlerweile auch so sicher, dass sie sich kurzzeitig nicht oder nur noch mit einer Hand festhält. Allerdings streckt sie dabei das rechte Knie nur selten durch. Obwohl sie es eigentlich „kann“.

Außerdem krabbelt sie Treppen hoch. Da wir allerdings in der Wohnung keine haben, hat sie das seit dem Urlaub nicht mehr gemacht ;-).

Die U6 haben wir gut überstanden. Sie ist in sämtlichen Belangen im unteren Bereich so wie sie auf die Welt kam gewachsen. Sie ist ein zartes Persönchen mit derzeit 73cm Länge und 7,4kg sowie einem kleinen Kopfumfang von 43cm. Die Zähne 7 und 8 haben gerade das Zahnfleisch durchstoßen.

Tagsüber trinkt sie normalerweise gar keine Milch mehr, nur noch nachts. Da das allerdings manchmal in den letzten Wochen sehr häufig war, veruchen wir jetzt nachts die Milch dünner zu machen und insgesamt auch die Menge zurück zu fahren. Wir haben das mit unserer Kinderärztin besprochen und die meinte, dass wir, wenn wir gewöhnt wären nachts zu essen sicherlich auch wach werden und Hunger haben würden. Dass unsere Tochter aber an sich in dem Alter nachts nicht mehr wirklich essen müsste, sondern eigentlich 12 Stunden ohne Nahrung auskommen können müsste. Also gehen wir jetzt diesen Punkt an. Schließlich gehen wir ab Ende September beide wieder arbeiten und da wäre es schön, wir hätten weniger als 3 oder 4 Unterbrechungen nachts.

Als unsere Kinderärztin meinte, dass die Kleine jetzt so mit einem Jahr alles von unserem Tisch mitessen dürfte, auch gesalzen und gewürzt haben wir uns einen Kommentar verkniffen. Weil wir das ja schon sehr lange so handhaben. Sie bekommt mehr oder weniger alles, was wir auch essen. Seit wir in der Rheumaklinik waren haben wir ihr auch alles so gegeben, wie wir es für uns gesalzen und gewürzt hatten, da sie dort ja auch das ganz normale Essen bekommen hat.

Nachdem die Kleine diese Woche das erste Mal seit längerer Zeit pünktlich zum U-Termin krank geworden ist (und wir gleich mit) gab es nun noch nicht die nächsten Impfungen. Die sind auf nächsten Freitag verschoben.

Ansonsten merken wir zum ersten Mal so richtig einen Wachstumsschub an ihr. Sie hat sich verändert. Sie weint/motzt jetzt zumindest kurz, wenn eine von uns den Raum verlässt und einmal diese Woche war sie untröstlich, als ich zur Arbeit gegangen bin. Das war hart für mich.

 

Da es mir unter dem Foto gerade irgendwie die Schrift verhaut: allen Lesern noch einen schönen Sonntag!

Im Urlaub ist die süße Maus sehr viel draußen herumgekrabbelt und wollte nicht immer im Kinderwagen sitzen bleiben, sondern lieber krabbeln:

 

Große Sprünge

Es ist wahnsinn, wie sich die Kleine gerade entwickelt!

Nachdem sie nach einer Woche endlich kein Fieber mehr hatte, ging es wieder schnell voran.

Sie hat vor knapp einer Woche angefangen zu krabbeln und setzt sich auf die Knie. Dann zieht sie sich auch z.B. am Wohnzimmertisch hoch und angelt alles herunter, was in Reichweite ist. Auch ihre Spielzeugkiste räumt sie nun davor sitzend von oben aus 🙂 .

Es ist unfassbar, wie schnell sie sich gerade motorisch entwickelt. Sie klettert auch über alles mögliche drüber. Meine Beine, Kissen, was auch immer sich ihr in den Weg stellt.

Haare bekommt sie auch immer mehr. Unser kleines blondes Mädchen! Nie hätte ich gedacht, dass sich meine dunklen Haare und Augen nicht von Anfang an durchsetzen würden. Die Augen sind noch dunkelblau mit braunen Klecksen und die Haare goldblond.

Sie ist ein Sonnenschein und flirtet fast mit jedem. Manchmal kommt kommt da als Reaktion auch etwas distanzloses Verhalten von anderen zu Stande. Zumindest empfinde ich das so, wenn ich wie heute im Drogeriemarkt an der Kasse stehe und eine Fremde unsere Tochter an den Füßen kitzelt, auch wenn sie das lustig findet und darüber lacht.

Ich würde nie auf die Idee kommen, ein fremdes Kind anzufassen. Selbst bei Kindern von Freunden bin ich niemand, die ungefragt das Kind auf den Arm nehmen würde oder so.

So langsam müssen wir schauen, dass wir tagsüber vom Milch trinken weg kommen, da sie ihr in der KiTa keine Milchnahrung geben werden. Meine Frau hat das gestern schon versucht, da ist sie wohl teilweise etwas grantig gewesen. Heute habe ich es tatsächlich geschafft, dass sie nur früh beim Aufwachen und beim zu Bett gehen Milch aus der Flasche getrunken hat. Dafür hat sie sowohl heute Mittag als auch heute Abend wirklich gut gegessen und heute nachmittag auch noch mal etwas. Mal schauen, wie es jetzt am langen Wochenende läuft, da bin ich allein mit ihr und werde es die nächsten Tage wieder so versuchen wie heute. Ich glaube so viel wie heute Abend hat sie noch nie gegessen!

Vielleicht müssen wir auch nach der Erfahrung heute unsere Strategie ändern. Bisher war die Strategie, ihr immer was „richtiges“ zu essen anzubieten und wenn sie nicht viel gegessen hat oder auch unterwegs zwischendurch gab es halt Milch. Wir hatten gehofft, dass sie irgendwann von alleine so viel essen würde, dass sich die Milchmenge von alleine reduzieren würde. Heute habe ich ihr unterwegs nur Grissini und Wasser angeboten und damit und mit dem Mittagessen, Nachmittagssnack und Abendessen sind wir ganz gut über den Tag gekommen. Es geht also. Mal sehen wie es die nächsten Tage wird.

Das Ibuprofen haben wir jetzt schon seit fast 2 Wochen reduziert. Bisher ohne Probleme. Am Montag gehen wir die nächste Reduzierung an und wenn das auch zwei Wochen gut geht, dann wird es in gut 2 Wochen komplett abgesetzt sein. Ich hoffe, das läuft weiter so problemlos und freue ich schon ein wenig auf die Zeit, wenn wir ihr nichts mehr geben müssen.

Letztes Wochenende waren wir auch endlich mal wieder draußen auf unserem Stückle. Wir haben der Kleinen eine Schaukel in den Baum gehangen und sie hatte großen Spaß. Dieses Jahr soll noch eine Sandkiste dazukommen und nächstes Jahr eine Rutsche. Meine Mutter möchte ein Weiden-Tipi anpflanzen. Es ist echt ein kleines Paradies da draußen. Ich liebe es. Ich habe die Stunden dort so genossen! Gras sensen, Bäume aussägen, nach den Früchten schauen, die Aussicht und die Ruhe genießen, sich spüren, ach das ist so toll.

Ich hoffe, wir haben diesen Sommer gutes Wetter und wir schaffen es regelmäßig da raus zu gehen. Wir haben noch viel vor und viel zu tun dort.

Aber als nächstes kommt erst mal die Küche dran. Wenn meine Frau Montag Abend wieder da ist, will sie sich ans Abschleifen der Küche machen und ich darf dann streichen. Wenn wir die Fronten fertig haben, suchen wir uns eine neue Arbeitsplatte und vielleicht auch noch einen neuen Bodenbelag aus. Mal sehen.

Aber jetzt startet erst mal ein langes Wochenende. Ich habe heute schon sehr viel erledigt, was so auf meinem Zettel stand, so dass ich morgen eigentlich nichts tun „muss“, außer zu meinem Friseurtermin zu gehen. Meine Eltern werden die kleine Maus dann so lange bespaßen.

Wenn wir morgen früh wach sein sollten, werde ich vielleicht noch in ein Möbelhaus fahren, da hat meine Frau ein Geschirr gesehen, das ihr gefällt und gerade stark reduziert ist. Vielleicht schaue ich es mir an und kaufe es, wenn es mir auch gefällt.

Ich wünsche allen schöne Pfingst-Tage!

Fast 10 Monate little Miss

Wahnsinn, in ein paar Tagen wird die little Miss 10 Monate alt!

Inzwischen ist wieder jede Menge passiert: sie hat angefangen sich rückwärts zu schieben, mit gut 9 Monaten hat sie begonnen vorwärts zu robben und sich in der Kinderwagenschale hinzusetzen. Wenn sie einmal sitzt, ist das auch schon recht stabil, sie schmeißt sich aber gerne unkontrolliert nach hinten, wenn ihr danach ist. Also kann man sie nicht aus den Augen lassen. Vor einer guten Woche hat sie sich die ersten Male aus dem Vierfüßler ins Sitzen gebracht, indem sie sich nach hinten geschoben hat.

Zähne hat sie inzwischen 5. Die ersten 4 kamen recht gleichzeitig als sie ca. 8 Monate als war (unten die Schneidezähne und oben die zweier). Sie sieht immernoch aus wie Dracula 🙂 . Aber nun ist oben auch der erste Schneidezahn durchgebrochen und ich glaube der zweite wird nicht all zu lange auf sich warten lassen.

In der Klinik hat sie nicht nur das Sitzen fleißig geübt und perfektioniert, sondern auch noch mal das Kreischen und neue Laute für sich entdeckt. Sie „plappert“ jetzt richtig vor sich in und ab und zu kommt auch mal ein „Mama“ über ihre Lippen. Aber noch unkontrolliert und ohne bestimmte Bedeutung. Sie „singt“ und wippt vor allem mit, wenn Musik läuft.

In der Klinik hat sie alle verzaubert und nach gut 2 Wochen sind wir dann lieber nach Hause gegangen, bevor uns noch jemand das Kind mopst 😉 . Da unsere Tochter so gar nicht fremdelt, hat sie mit jedem geflirtet, seien es Schwestern, Ärzte, andere Eltern, Physiotherapeuten oder wer auch immer. Wir sind meist maximal 10 Meter weit gekommen, bevor wieder jemand auf unsere Tochter zustürmte „da ist sie ja wieder!“ „Hallo“ „Oh Du bist aber eine Süße“ „Und so freundlich!“ „Da ist sie ja.“ „Von Dir habe ich schon so viel gehört!“.  Ich glaube wir waren da bekannt wie die bunten Hunde. Weil es eine auf Rheuma und Schmerzen spezialisierte Klinik ist, haben die da sehr sehr selten so junge Kinder.

Die waren alle so lieb da zu uns, das war wirklich rührend. Sie haben eine tolle Art mit Eltern und Kindern umzugehen und die Therapien waren sehr intensiv. Gott sei Dank haben sie bei der Aufnahme festgestellt, dass die Entzündungen in den großen Gelenken so gut wie weg sind und es wurde weder Kortison eingespritzt noch MTX gegeben. Es gab Physiotherapie und Massage, Schwimmen und Ergotherapie und ansonsten weiter Ibuprofen. Das werden wir aber diese Woche versuchen zu reduzieren und wenn es gut geht, wäre unsere Tochter Ende Juni das erste Mal seit Januar ohne Schmerzmittel. Wir müssen aktuell nur noch an Streckdefiziten am Knie und am Ellbogen arbeiten, ansonsten ging es ihr bis auf eine noch erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit bei der Entlassung gut. Für uns ist es jetzt mit ungewisser Prognoe über den weiteren Verlauf ( von periodisch auftretenden weiteren Schüben in den nächsten Jahren bis hin dazu, dass nie wieder was in der Richtung kommt ist alles drin) gut zu wissen, dass wir da eine so tolle Klinik als Anlaufstelle haben, die auch noch gut mit unserem ambulanten Kinderrheumatologen zusammenarbeitet.

Aktuell ist unsere little Miss allerdings das erste Mal so richtig krank. Seit Mittwoch schon hat sie teilweise recht hohes Fieber und einen Schnupfen, die Ärztin hatte am Freitag einen Verdacht auf Magen-Darm geäußert. Gestern früh hat sie gewürgt, aber nicht gespuckt.

Sie ist inzwischen ziemlich schlapp, sie isst und trinkt eben auch nicht so viel wie sonst. Wir hoffen, dass es bald bergauf geht.

Ansonsten haben meine Frau und unsere Tochter sich ganz gut in der Elternzeit eingefunden und meine Frau ist richtig zufrieden und glücklich und könnte sich sogar vorstellen länger zu Hause zu bleiben und/oder bei einem zweiten Kind gleich die Rolle der Mama zu Hause zu übernehmen. Ich freue mich, dass wir die Entscheidung mit der geteilten Elternzeit so getroffen haben und dass sich meine Frau damit gut fühlt. Die Bindung der beiden zueinander ist einfach viel enger geworden und meine Frau fühlt sich sicherer im Umgang mit der Kleinen.
Ich habe Spaß an meiner Arbeit und gehe meistens morgens recht früh aus dem Haus, damit ich früher Feierabend machen kann und wir noch etwas Zeit zu dritt haben. Dann gehen wir noch spazieren oder baden die Kleine oder kochen/essen noch zusammen. Das ist wirklich schön!

Ganz ganz langsam und vorsichtig fange ich auch an, den Gedanken an ein zweites Kind zuzulassen. Wir haben einen Zeitpunkt nächstes Jahr im Kopf, zu dem wir wieder anfangen könnten es zu versuchen, wenn es sich bis dahin alles noch so anfühlt, dass wir das wollen.

Aber bis dahin kann und wird noch viel passieren, in einem Monatn fahren wir für 2 Wochen mit meinen Eltern (und davon eine Woche auch mit meinem Bruder und seiner Freundin) an die Nordsee in Urlaub,  in zwei Monaten wird die little Miss ein Jahr alt und kurz darauf beginnt Anfang August die Eingewöhnung in der KiTa. Wenn meine Frau und ich dann ab Ende September beide gleichzeitig arbeiten gehen, dann wird sich unser Leben noch mal komplett auf den Kopf stellen und wir müssen uns ganz neu organisieren.

Es bleibt also spannend. Wir freuen uns auf alles was kommt und sind jeden Tag wieder so dankbar und glücklich, dass wir unsere Kleine haben!

8 Monate little Miss

Heute ist die kleine Miss 8 Monate alt!

Wahnsinn, wo ist nur die Zeit geblieben! Damit ist auch seit gestern meine Elternzeit zu Ende und ich fange Montag wieder an zu arbeiten. Ich kann/will das noch gar nicht glauben, mein Alltag wird sich wieder so komplett ändern. Also natürlich nicht nur meiner, sondern auch der von meiner Frau und unserer Tochter.

Meine Frau hat großen Respekt vor ihrer Elternzeit. Aber ich bin mir sicher, dass sich das mit den beiden ganz schnell einspielen wird und ich freue mich sehr, dass wir im nächsten halben Jahr insgesamt mehr Zeit zu dritt haben werden, da ich ja im Normalfall jede Nacht daheim bin und durch die Zeit, die ich während Mutterschutz und Elternzeit gearbeitet habe eine 4-Tage-Woche machen werde bei vollem Gehalt.

Die little Miss hat inzwischen entdeckt, dass sie sich auf dem Bauch mit Hilfe ihrer Arme im Kreis drehen kann 🙂 . Außerdem hat sie sich gestern das erste Mal auf dem Bauch liegend  rückwärts geschoben. Sie zappelt auf dem Bauch liegend ganz oft sehr wild mit den Beinen, ich bin gespannt, wann es hier mit dem Robben losgeht. (Ich hoffe, dass sie es tun wird bzw. dass sie das mit den Entzündungen überhaupt kann.)

Ansonsten war unsere KK nicht in der Lage uns einen Termin beim Augenarzt zu besorgen und ich habe mich selber darum gekümmert. Gott sei Dank ist alles in Ordnung und es sieht auch nicht so aus, als ob da schon mal was gewesen wäre.

Nach Erklärung des ambulant niedergelassenen Kinderrheumatologen ist diese Augenentzündung bei unserer Konstellation mit den vielen Entzündungen aber auch eher unwahrscheinlich. Na immerhin. Sie könnte nämlich zur vollständigen Erblindung führen!

Apropos niedergelassener Kinderrheumatologe: der war wirklich super! Er hatte sich im Vorfeld tatsächlich alle Berichte vom KH sehr sorgfältig durchgelesen und war über unsere Situation im Bilde. Er hat sich 45 Minuten Zeit genommen mit uns zu sprechen und unsere Tochter zu untersuchen. Anschließend waren wir etwas schlauer und haben uns nach seiner „Empfehlung“ entschieden, für die weitere Behandlung in eine andere Klinik zu gehen. Die hatten wir eh schon im Hinterkopf, weil wir darüber gelesen hatten und sie uns auch aus dem Bekanntenkreis meiner Eltern aus persönlicher Erfahrung empfohlen wurde. Also haben wir dort den Termin für den nächsten stationären Aufenthalt Ende April gemacht. Wir hoffen, dass dort mehr mit uns Eltern gesprochen wird.  Ambulant werden wir in Sachen Rheuma zu dem Niedergelassenen gehen, insofern es etwas gibt, das wir nicht mit unserer regulären Kinderärztin klären können.

Dass mich dann gestern die Termindame von unserem bisher behandelnden KH anrief, um den Termin nächste Woche in der Ambulanz abzusagen, hat uns nur noch mal sehr in der Entscheidung bestätigt in eine andere Klinik zu gehen. Die sehen es dort so, dass wir ja eh stationär wiederkommen sollten und dann könnte man alles bei der stationären Aufnahme besprechen (weil sie ja bisher auch so viel mit uns gesprochen haben..). Ich meine, wenn wir den ambulanten Kinderarzt nicht aufgesucht und er sich nicht so viel Zeit genommen hätte auch noch mal Fragen zu klären und die Behandlungsvorschläge vom KH zu erklären, dann wären wir immer noch voller Fragen und Unsicherheiten. Aber klar, das hätte auch bis Ostern weiter warten können. Wir machen uns ja nur total verrückt manchmal. Ich habe der Dame dann jedenfalls mitgeteilt, dass wir wenn wir es vermeiden können nicht noch mal zu Ihnen ins Klinikum kommen werden, sowie dass wir, da wir uns dort nicht gut betreut gefühlt haben, in eine andere Klinik für die weitere Behandlung gehen werden.

Keine 2 Stunden später rief mich der Leiter der Kinderrheumatologie an, um sich nach den Gründen zu erkundigen. Ich war ziemlich perplex, da ich gerade im Auto auf der Autobahn war und mit dem Anruf und dieser Nachfrage gar nicht gerechnet hatte. Ich habe dann versucht, ihm einige Dinge möglichst sachlich zu sagen (es war natürlich keine vollständige Auflistung) und vielleicht ist das eine oder andere angekommen. Er hat das zur Kenntnis genommen und ist auch nicht groß in die Verteidigung gegangen. Er hat uns alles Gute gewünscht und wir haben uns verabschiedet. Ich denke, es ist zumindest von beiden Seiten so gelaufen, dass wir uns noch in die Augen schauen und wir im schlimmsten Fall  auch noch mal dahin gehen könnten, wenn sich unsere Erwartungen an die andere Klinik so gar nicht erfüllen sollten. Leider sind es bis dahin 3 Stunden Fahrtzeit, das werden wir natürlich nur in Kauf nehmen, wenn es dort besser ist als hier vor Ort.

Da ich ab Montag wieder arbeite, wird meine Frau diejenige sein, die mit unserer Tochter in die Klinik geht. Ich muss Montag mit meinem Chef und meinen Kolleginnen besprechen, ob ich meine Resturlaubstage vom letzten Jahr vielleicht doch noch nehmen und zumindest für die erste Woche, in der vermutlich auch das Einspritzen in die Gelenke unter Vollnarkose  sein wird, mitgehen kann.

Ansonsten werde ich halt irgendwie pendeln müssen.

Unter diesen Voraussetzungen fällt es mir gerade sehr schwer mir vorzustellen, dass ich ab nächster Woche wieder arbeiten gehe. Aber das wird schon gehen und es wird bestimmt auch gut tun. Ich freue mich zugegebenermaßen über die Freiheit, mal ohne die kleine Maus das Haus zu verlassen und nicht mehr ständig so planen und organisieren zu müssen.

Ich hoffe sehr, dass sich unsere Wünsche an die andere Klinik erfüllen werden. Bestenfalls stellen sie natürlich fest, dass es ihr gut geht, alle Entzündungen weg sind sie nichts mehr unternehmen müssen. Aber das halten wir inzwischen leider für unwahrscheinlich.

Trotz allem wollen wir uns unseren kleinen Schatz natürlich nicht mehr missen 🙂 . Sie bekommt übrigens gerade mindestens 2 Zähne gleichzeitig (ihre ersten): unten einen Schneidezahn und oben einen Eckzahn. Damit und mit einer Impfung und Erkältung/Fieber hat/hatte sie diese Woche sehr zu kämpfen, vor allem die Nächte von Dienstag auf Mittwoch und Mittwoch auf Donnerstag habe ich so gut wie nicht geschlafen. Seither wird es aber wieder etwas besser. Tagsüber ist die für ihre Verhältnisse zeitweise sehr anhänglich, hat sich sogar mal über eine halbe Stunde zufrieden in der Manduca herumtragen lassen.

Aber auch das lässt wieder nach. Ich bin gespannt, wie das aussieht, wenn die Zähne so richtig herausschauen. Bestimmt sehr lustig, weil normalerweise ja doch eher die Schneidezähne zuerst kommen. Unsere Tochter macht halt alles auf ihre eigene Art 😀 .

ein Dämpfer

Nun ja, der Krankenhausaufenthalt war nicht lang, wir waren abends wieder zu Hause, aber dafür sehr kraftraubend, so dass wir beide abends um halb 9 auf der Couch eingeschlafen sind.

Die haben ihre Organisation da sowas von gar nicht im Griff. Wenn wir nicht zu zweit gewesen wären und ich nich hätte wie ein Depp zwischen den Abteilungen, der Anmeldung und sonstwo hin- und herlaufen können, dann hätte die Untersuchung wohl nicht stattgefunden. Wäre es um mich gegangen, hätte ich glaube ich nach spätestens einer Dreiviertelstunde den Laden zusammengebrüllt und wäre ohne die Untersuchung nach Hause gegangen. So habe ich mich vor allem in Gegenwart unserer Tochter sehr zusammengerissen. Wir waren im übrigen nicht die einzigen Eltern in der Verfassung, die ich an dem Tag in der Klinik gesehen habe. Da braucht man echt ne Menge (Galgen)Humor, um das zu ertragen.

Geredet hat übrigens auch mal wieder niemand freiwillig mit uns, Hauptsache wir füllen nach dem Tag noch einen Fragebogen für rheumabetroffene Kinder aus, obwohl uns noch niemand sagen kann, ob sie überhaupt Rheuma hat! Das war dann echt zu viel für mich und ich habe mich geweigert. Meine Frau hat den dann pflichbewusst ausgefüllt. Da standen so Fragen drin wie: wie lange hat ihr Kind aufgrund der Erkrankung in den letzten Monaten im Kindergarten/in der Schule gefehlt?, kann ihr Kind Sport treiben, wenn ja welchen?. Also alles so Sachen, die unser Gedankenkarussell noch mal schön anschieben. Volldeppen!

Wir sollten am Ende einen Termin dort in der Rheumaambulanz vereinbaren, wo glaube ich endlich mal jemand mit uns reden „wollte“. Der Termin sollte laut Arzt in 6-8 Wochen sein. Als die Schwester einen Termin suchte und ihn noch mal anrief, um ihm mitzuteilen, er habe ja zwecks Urlaub den ganzen April geblockt (6-8 Wochen wäre in den April gefallen), da meinte er, dass es ihm auch noch im Mai reichen würde. Na schönen Dank auch, so lange fahren wir dann halt unser Gedankenkarussell und stopfen das Kind dreimal am Tag mit Ibuprofen voll und wissen immer noch nicht, was jetzt eigentlich los ist!

Schlussendlich wurde der Termin auf den 30.03. gelegt. Der Arzt sagte aber zu, innerhalb der nächsten 2 Wochen das MRT und die Blutergebnisse zu sichten und uns und der Kinderärztin einen Brief zu schreiben.

Wir waren nach diesem Termin im Krankenhaus so fertig, verunsichert und voller Fragen, die uns mal wieder niemand beantwortet hatte, dass wir einen Termin bei unserer Kinderäztin vereinbarten, die sich zum Praxisschluss fast eine ganze Stunde Zeit für uns nahm und versuchte unsere Fragen so gut sie konnte zu beantworten. Wir sind ihr wirklich sehr dankbar, weil es eigentlich nicht ihr Job gewesen wäre und ihr das auch niemand bezahlt.

Der Brief aus dem Krankenhaus ist nun vorgestern eingetroffen und ich habe ihn leider kurz vor dem geplanten zu Bett gehen aus dem Briefkasten gefischt.

Kurz gesagt hat uns das, was da drin stand den Atem stocken lassen und so gut wie um den Nachtschlaf gebracht. Die Entzündungen bzw. Entzündungszeichen sind geringfügig rückläufig, der Erguss im Hüftgelenk aber größer als vorher. Sämtliche Blutwerte des „normalen“ Blutbildes, was standardmäßig erhoben wird, sind schlechter und überwiegend aus der Norm gerutscht, auch wenn sie im Januar noch drin waren (das war in dem Bericht gar nicht kommentiert).

Wir sollen mit ihr zum Augenarzt (im 6-Wochen-Rhythmus), um abklären bzw. überwachen zu lassen, dass sie keine bei rheumatischen Erkrankungen häufiger vorkommende Augenentzündung hat, die unbemerkt verlaufen kann und die Sehkraft dauerhaft beeinträchtigt. Den Terminservice unserer Krankenkasse habe ich direkt am nächsten Tag darauf angesetzt, uns schnell einen Termin zu besorgen.

Sie wollen in 6 Wochen (das wäre so um Ostern herum Mitte April) eine stationäre Wiederaufnahme, wollen mit Ultraschall die betroffenen Gelenke untersuchen und wenn die Ergüsse sich nicht gebessert haben Kortison reinspritzen. Wenn das nicht hilft oder auch so (das ist mir nicht ganz klar) wollen sie über eine Immunsuppressive Therapie mit MTX mit uns „diskutieren“ (haha, mal sehen, ob die wirklich mit und reden, das war ja auf der Station bisher nicht so der Knaller).

Wir waren sehr geschockt von der Darstellung der weiteren Vorgehensweise.

Ich bin gestern erst mal mit den Briefen zu unserer Kinderäztin. Die hat sich ohne dass wir einen Termin hatten Zeit genommen die Briefe zu überfliegen und mit mir die Blutwerte durch zu gehen. Sie hat mir erklärt, dass einige der Werte für das Alter und das Entzündungsgeschehen nicht untypisch sind, auch wenn sie nicht in der Norm liegen. Allerdings fehlt ihr der Ferritin (Eisenspeicher), um das besser interpretieren zu können bzw. abzuleiten, ob es angebracht wäre, unserer Tochter noch Eisentropfen zu geben. Den Wert haben sie bei den ganzen Blutabnahmen nicht einmal erhoben und sie war schwer verwundert darüber. Also wird sie den nun bei der Impfung in knapp zwei Wochen noch abnehmen. Ich hoffe, das wird nicht wieder so ein Drama in fünf Akten, weil es bei der Kleinen einfach so schwierig ist, genug Blut raus zu bekommen.

Inzwischen haben wir für nächste Woche Mittwoch noch einen Termin bei einem niedergelassenen Kinderarzt, der früher Oberarzt in der Rheumatologie in „unserem“ Krankenhaus war, um uns mal eine zweite Meinung anzuhören. Bzw. überhaupt mal mit einem Theumaspezialisten über das Thema zu reden.

Außerdem habe ich nach Hinweisen aus dem Umfeld meiner Eltern (von einem Arzt) Kontakt mit der Uniklinik Aachen aufgenommen, da gibt es ein Zentrum für seltene Erkrankungen bei Kindern, die sich mit Entzündungen und Rheuma befassen. Wenn wir Glück haben, bekommen wir da noch vor Ostern einen Termin und auch noch mal eine definitiv von unseren bisherigen Behandlern unabhängige Einschätzung.

Das Problem ist einfach, dass viele Blutwerte nicht klar sind. Bei einer der ersten Untersuchungen im Januar war der Rheumafaktor gerade so positiv, im Februar negativ. Auch andere Blutwerte sind nicht typisch für eine rheumatische Erkrankung bzw. untypisch bei so vielen betroffenen Gelenken. Sie hatte nie Fieberschübe. Der Allgemeinzustand war immer relativ gut (bis auf die Schmerzen). Sie ist eigentlich viel zu jung für Rheuma, da gibt es anscheinend so gut wie keine dokumentierten Fälle im Alter unter 1 Jahr.  Das erste Gelenk war bei ihr (im Nachhinein gesehen) schon spätestens 8 Wochen nach der Geburt betroffen. Also hätte sie das Rheuma quasi ab Geburt schon gehabt.

Unserer Tochter geht es von außen betrachtet relativ gut. Solange wir dauerhaft bei dreimal am Tag Ibuprofen bleiben, geht es. Wir waren nach dem letzten MRT mit Rücksprache mit dem Arzt mal auf 2 Dosen am Tag heruntergegangen, aber das ging nach einer Woche schief. Allerdings haben wir die drei Dosen jetzt komplett auf den Tag in ihre Wachzeit verlegt, nachts bekommen wir das Zeug einfach nicht mehr in sie rein. Wir haben auch öfter mal ein Zäpfen statt Saft gegeben, seither nimmt sie den Saft auch wieder besser.

Sie rollt noch immer auf dem Boden herum. So langsam kommt sie dahinter, dass sie auch mit dem Armen in der Bauchlage gewisse rechts/links-Bewegungen machen kann, nicht nur durch Rollen. Seit gestern fängt sie an, die Arme immer wieder durch zu drücken. Sie liebt den Brummkreisel und alles, was Bändchen hat (die werden mit größter Hingabe gelutscht).

Man kann inzwischen richtige „Unterhaltungen“ mit ihr führen. Sie macht einen Laut und man antwortet und dann wieder sie und so weiter. Die kann auch gewisse Laute, die man ihr vormacht nachmachen. Das ist so zuckersüß. Gerade ist sie so in der Spuckebläschen-Prustphase, da wird man öfter mal nass 🙂

Ansonsten hat sie das erste Mal seit der Geburt einen extrem wunden Po, vielleicht ist da nun doch mal der erste Zahn im Anmarsch, der hat sich ja schon recht viel Zeit gelassen. Ihr Großcousin, der 6 Wochen jünger ist, bekommt gerade die Zähne 3-6 (ja tatsächlich 4 auf einmal)!

Wir versuchen so gut es geht im Hier und Jetzt zu leben, heulen ab und an, sind wütend und verzweifelt, ratlos, hilflos, gereizt. Aber wir werden es hinbekommen. Wir werden unseren Weg finden. Vielleicht finden wir auch irgendwann heraus, was die kleine Maus wirklich hat.

Wir versuchen, unsere Zukunft nich zu schwarz zu sehen und haben gerade einen absolut unvernünftigen Autokauf getätigt (obwohl uns die Arztbriefe noch mal schwer ins Wanken gebracht haben). Wir tauschen unsere private Kombi-Familienkutsche gegen ein Herzens-Cabriolet ein (bzw. legen noch ordentlich was drauf), in dessen Kofferraum nicht mal unser Wocheneinkauf passen dürfte. Da wir zur Zeit die gleiche Kombi-Familienkutsche als Firmenwagen haben, ist das Cabrio erst mal ok als Zweit- und Spaßwagen. Allerdings müssten wir uns was einfallen lassen, falls meine Frau irgendwann in den Innendienst geht und das Auto abgeben muss. Dafür haben wir aber meine Eltern im Rücken, wenn es finanziell nicht reichen sollte.

Es stehen dieses Jahr so einige Investitionen an und wir haben etwas Bauchweh mit dem Autokauf, aber meine Eltern haben uns absolut bestärkt und ich hatte neben all den Zweifeln auch zwischendurch einfach mal das dringende Gefühl mir was Gutes tun und eine Freude bereiten zu wollen. Also haben wirs getan.

Ansonsten endet am 23.03. meine Elternzeit. Ich werde ab 27.03. wieder arbeiten gehen. Das fühlt sich komisch an. Ich habe sehr gemischte Gefühle. Einerseits freue ich mich, andererseits wird es bestimmt sehr anders, die Kleine an 4 Tagen die Woche nur abends zu sehen. Wir werden sehen. Bis dahin stehen noch einige Termine an und vor allem werden wir spätestens übernächsten Samstag unser neues Auto abholen 😀 .

bald 30 Wochen mit der little Miss

Am Sonntag werden wir die little Miss schon 30 Wochen bei uns haben 🙂 .

Hier zu Hause haben wir inzwischen alle wieder Kraft schöpfen können und sind angekommen in unserem Alltag. Leider wird der am nächsten Donnerstag mit dem nächsten Klinikaufenthalt wieder aus den Angeln gerissen.

Aber die little Miss gibt uns Anlass zur Hoffnung, dass wir nach dem MRT positive Ergebnisse erwarten dürfen. Seit einer Woche dreht sie sich selbständig vom Rücken auf den Bauch und seit ein paar Tagen auch wieder zurück.

Wir hätten vor ein paar Wochen nicht für möglich gehalten, dass sie sich so viel bewegen würde. Wenn man es weiß, sieht man vor allem an den Beinchen morgens noch eine Ungleichheit, aber es wird zunehmend besser. Sie rollt sich auch über beide Seiten auf den Bauch und zurück. Heute hat sie bisher fast den ganzen Tag damit zugebracht sich herum zu rollen und ich sitze einfach da, manchmal mit Tränen in den Augen und beobachte sie mit einem wahnsinnigen Glücksgefühl in der Brust.

Auch auf dem Arm oder dem Schoß ist sie viel mobiler als vorher.

Die Ibuprofen-Gaben gestalten sich vor allem nachts inzwischen leider schwierig, wir haben schon mehrfach die Geschmacksrichtungen gewechselt, aber die Zeiten wo sie nachts im Halbschlaf die Pipette leergenuckelt hat sind vorbei. Das geht nur noch, indem man abwechselnd und im schnellen Wechel die Flasche und die Pipette reinschiebt, bis die Pipette leer ist.

Unsere Tochter hat inzwischen endlich wieder zugenommen, das war auch so ein Punkt, der mir nach dem KH-Aufenthalt Sorgen bereitet hatte. Sie hatte dort zuletzt etwas abgenommen und hier daheim wollte das Gewicht  erst gar nicht steigen. Nun hat sie denke ich etwa ein halbes Kilo zugenommen. Mal sehen, was Größe und Gewicht beim Kinderarzt am Montag so sagen, da gibts die U5. Ich habe diese Woche ca. 63cm und 6,5 Kilo gemessen/gewogen. Bei der Kleidung sind wir bei Bodies inzwischen bei 74/80 von Bornino angekommen, leider wohl die letzte Größe in der es noch Wickelbodies gibt. Bornino hat für unsere Tochter echt eine super Passform, besonders weil ihre Arme und ihr Bauch nicht so große Umfänge haben.

Die sonstige Kleidung bewegt sich auch zwischen 62/68 und 74/80.

Wir haben zuletzt einiges im Kinder-Second-Hand-Laden hier gekauft, der ist super und wir werden sicher immer wieder hinfahren. Auch unser Flaschenwärmer (hat uns noch 2 EUR gekostet) und eine Kinder-Wandtafel haben wir da schon mitgenommen, genauso wie eine riesige Patchwork-Krabbeldecke, die liegt seit gestern auf unserem Laminatboden im Kinderzimmer.

Vor zwei Wochen haben wir eine ehemalige Arbeitskollegin von mir und ihren Mann besucht, die während unseres KH-Aufenthaltes Eltern geworden sind. Der kleine Mann, den sie zur Welt gebracht haben war noch ein klein wenig leichter als unsere Maus und einen Zentimeter länger. Also insgesamt ein sehr vergleichbares Format, auch der Kopfumfang war so klein wie bei unserer.

Als ich ihn gesehen habe bin ich fast vom Glauben abgefallen. Kann doch echt nicht sein, dass unsere mal so klein und leicht war, oder? Den merkt man gar nicht, wenn man ihn auf den Arm nimmt!

Irre, wie man das „vergessen“ kann.

Jedenfalls habe ich meine Freundin mit allem beglückt, was mein Stilldasein so für Überreste hinterlassen hat, z.B.  Bockshornkleedragees, Stilltee, T-Shirts, Mam-Kompressen und Heilwolle. Die übrigen Stilleinlagen bring ich ihr beim nächsten Mal mit.

Das Abstillen hat alles in allem sehr gut funktioniert, die Kleine verlangt nicht mehr nach der Brust und die Brust nicht mehr nach ihr. Ab und an leere ich die Reste beim Duschen/Baden noch etwas, damit die letzten harten Stellen verschwinden.

Insgesamt ist die Brust aber schon wieder so klein geworden, dass ich in meine Blusen hineinpasse, die ich vor der Schwangerschaft getragen habe.

Generell freue ich mich gerade sehr darüber, mal wieder ganz normale Klamotten zu tragen und nicht ausschließlich welche, mit denen ich stillen kann. Mir war gar nicht bewusst, wie mich das eingeschränkt hat. Gestern war ich erst mal shoppen. Wir sind beide große Fans von Naketano und ich wollte mir eigentlich schon in der Schwangerschaft was kaufen, habs aber nicht getan. Gestern war es dann soweit. Ich bin in die Nachbarstadt in den Stadtteil gefahren, wo wir bis vor 2 Jahren gewohnt haben (ich habe da über 10 Jahre gelebt).

Es gibt dort eine ganz süße Fußgängerzone mit Fachwerkhäusern und in den Läden kennt man seine Kundschaft. Also war ich erst bei „unserer“ Schneiderin und habe meine beiden Hosen wieder abgeholt, die ich ihr gebracht hatte. Dann war ich bei „unserem“ Schuster. Der Laden sieht aus wie aus dem letzten Jahrhundert. Die haben uns schon unsere Hochzeitsschuhe geweitet und geändert und sind einfach goldig.  Obwohl ich jetzt lange nicht da war, inzwischen lange Haare habe und einen Kinderwagen dabei, wurde ich erkannt und die Chefin wusste sogar noch unseren Nachnamen!

Dann war ich auch noch bei „meinem“ Optiker und habe meine Brille richten lassen, die fällt doch in letzter Zeit öfter mal runter oder wird mir von der Nase gezogen.

Zum guten Schluss war ich dann noch in „unserem“ Naketano-Laden. Der ist in einer kleinen schnuckeligen Gasse und selber auch sehr schnuckelig, genau wie der Mann hinter der Theke 😉 . Ich habe mir eine Jacke und zwei Pullover gekauft und bin absolut glückselig mit mir und unserer Tochter und diesem sonnigen Tag nach Hause gefahren. So könnte es jetzt doch bleiben.

Wir hoffen das beste, vor allem, dass der nächste KH-Aufenthalt nicht so lang wird und unsere Nerven nicht wieder so strapaziert.

Eine Entscheidung

Wir haben die Entscheidung getroffen abzustillen. Zwar hätte ich inzwischen wohl wieder genug Milch um (annähernd) voll zu stillen, aber zum einen ist meine Milch irgendwie sehr dünn (das kann man an der abgepumpten Milch richtig sehen, sie ist sehr transparent und es setzt sich im Gegensatz zu früher kaum „Sahne“ oben ab, wenn sie steht), was bedeutet, dass unsere Tochter nachts nach einer oder anderthalb Stunden wieder Hunger hat und zum anderen überlegen wir gerade, ob meine Muttermilch zur aktuellen Eskalation bei den Gelenksentzündungen beigetragen hat.

Wie wir jetzt wissen war wahrscheinlich das erste betroffene Körperteil die 4. Zehe am linken Fuß. Die ist rot und extrem geschwollen seit sie 8 Wochen alt ist. Ich hatte das damals auch der Kinderärztin gezeigt, aber sie hatte nichts Verdächtiges daran gefunden und gemeint, das sei vermutlich ein Blutschwämmchen und würde wohl erst mal so bleiben.

Bei Rheuma (und das steht ja nach wie vor als Hauptverdacht im Raum) ist es so, dass viele ältere Betroffene berichten, dass es ihnen insgesamt besser geht, wenn sie auf Milch, Fleisch, Eier, Gluten usw. verzichten. Ich selber konsumiere relativ viel Milchprodukte. In der Weihnachtszeit, als bei unserer Tochter die Entzündungen verstärkt aufgetreten sein müssen, besonders viel. Auch Fleisch habe ich zu der Zeit sicher viel mehr gegessen als sonst. Und wer weiß, was sonst noch so in meine MuMi drin ist, was eher kontraproduktiv ist. Natürlich ist das alles im Reich der Spekulationen, aber wir haben so ein Bauchgefühl. Und das hat uns schon oft gut beraten. Immerhin habe ich ein komplettes halbes Jahr voll gestillt. Eigentlich wollte ich mehr, aber nach dem Bauch ist es nun auch im Kopf angekommen, dass das hier jetzt der Zeitpunkt zum Abstillen ist.

Nach längerer Suche habe ich heute eine Nahrung ohne Milch aufgetrieben und einen glutenfreien Getreidebrei.

Mal sehen, wie wir damit so zurechtkommen. Erst mal wollen wir das so handhaben bis zum Kontroll-MRT und danach sehen wir weiter. Ich weiß, dass es grundsätzlich kritisch gesehen wird, Babys vegan zu ernähren. Sollten wir auch nach dem KH-Termin dabei bleiben wollen, werden wir uns noch mal eine entsprechende Ernährungsberatung ins Boot holen. Aber in den gut 3 Wochen bis dahin werden wir schon keinen unumkehrbaren Schaden mit dieser Ernährung anrichten.

Im Moment hangeln wir uns so von Tag zu Tag. Der Sonntagmorgen war ganz furchtbar, da hatte sie kein Schmerzmittel mehr intus. Da haben wir mal gesehen, was sie für enorme Schmerzen hat, wenn sie ohne Ibuprofen ist. Das war so krass und beängstigend, dass wir kurz davor waren wieder ins Krankenhaus zu fahren. Inzwischen haben wir uns eine Taktik zurechtgelegt, um zu vermeiden, dass sie über Nacht leerläuft und bisher funktioniert das gut.

Gestern Abend war sie richtig gut drauf. Ich genieße gerade jeden Moment, in dem sie entspannt lacht besonders und jede Bewegung (meistens wird es abends mehr) vor allem des linken Beins.

Wir gehen einmal in der Woche zur Physiotherapie hier im Ort. Das ist ganz praktisch, da kann ich mit dem Kinderwagen hinschieben. Ich hatte gestern den Eindruck, dass ihr das über den Tagesverlauf gesehen richtig gut getan hat.

Nachdem unsere Tochter jetzt sicher eine Woche lang in der Bauchlage auf einmal den Kopf nicht mehr oben halten konnte (das ging Ende letzten Jahres schon recht lang und gut, obwohl sie die Bauchlage auch da noch nicht mochte), geht das seit zwei Tagen endlich wieder (wir sind darüber so unglaublich erleichtert!!!)  und gestern Abend hat sie dabei sogar sehr viel Spaß gehabt und versucht, sich vom Rücken aus auf den Bauch zu drehen. Ganz schafft sie es nicht alleine, aber sie hat versucht sich an mir herum zu ziehen (entweder an meinen Anziehsachen oder an meiner gereichten Hand) und ich habe ihr dann geholfen.

Sie ist was es die Motorik des gesamten Körpers betrifft gerade sicher hinterher in Bezug auf das Drehen, die Bauchlage und Ansätze zum Robben/Krabbeln. Das ging bzw. geht einfach nicht aufgrund der Entzündungen und Schmerzen. Dafür finde ich hat sie eine enorme Feinmotorik in den Fingern entwickelt. Ich habe ihr heute ein paar Tortellini vorgesetzt, die hat sie nach allen Regeln der Kunst zerlegt und sich die einzelnen übrigen Stücke der Nudel und der Füllung immer wieder in den Mund gestopft 🙂 .

Der nächste Kampf und die nächsten Tränen :-(

Leider ist das pure Glück noch nicht wieder eingekehrt.

Woher es nun auch immer kommt, ob vom psychischen Stress, vom Infekt oder wie auch immer: ich, die sich meistens nicht vor Milch retten konnte, kann mein Kind nicht mehr voll stillen. Die Milch reicht gerade einfach nicht.

Ich versuche seit ein paar Tagen alles, um das wieder rückgängig zu machen. Ich trinke Elektrolyte, Stilltee und Malzbier und nehme Bockshornklee. Bisher leider nur mit mäßigem Erfolg.

Ich hoffe, dass es vielleicht doch „nur“ an meinem entgleisten Flüssigkeitshaushalt liegt und sich wieder einpendeln wird, aber sicher bin ich mir da nicht.

Und das nun auch noch zu diesem Zeitpunkt. Nach diesen zwei krassen Wochen im Krankenhaus mit Hoffen und Bangen, mit der immernoch anhaltenden Unsicherheit. Mit all den Bildern meiner weinenden Tochter vor Augen jedes Mal wieder, wenn sie versucht haben Blut aus hier heraus zu holen oder einen Zugang zu legen, wenn der 25. Arzt an ihren kleinen Armen und Beinchen herumgebogen hat und am nächsten Tag der nächste. Mit der nicht vorhandenen Privatsphäre im Zweibettzimmer. Keinem zu Hause-Gefühl.

Ich glaube, das kann wahrscheinlich nur eine stillende Mutter verstehen, wie weh es tut, mein Kind nun weinen zu sehen, weil aus meiner Brust einfach nicht mehr genug heraus kommt.

Inzwischen haben wir Nahrung für sie hier und ab und zu akzeptiert sie etwas aus der Flasche. Das erleichtert einerseits, andererseits tut es mir auch weh.

Klar hätte ich in den nächsten Wochen das Stillen tagsüber reduzieren müssen, aber das wäre meine Entscheidung gewesen. Es wäre auch was anderes, wenn sie die Brust nicht mehr haben wollen würde. Aber so ist es absolut nicht.

Das hier ist weder meine noch ihre Entscheidung. Es passiert gerade einfach und es fällt mir so unendlich schwer gelassen zu bleiben, abzuwarten und das Ergebnis zu akzeptieren.